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Belphegor

Belphegor · Fürst der Trägheit — Der Mensch durch Faulheit zugrunde richtet

Dämon der jüdisch-christlichen Tradition, Fürst der Trägheit unter den Sieben Todsünden. Geht zurück auf den moabitischen Gott Baal-Peor in den Psalmen und Hosea. Er verführt zur Trägheit beim Entdecken, zum Stillstand der Schöpfung und zum mühelosen Genuss. Eine satirische Sage berichtet, dass er, vom Glück der Ehen hörend, zur Erde stieg, dies zu prüfen, und ernüchtert in die Hölle zurückkehrte.

Herkunft

Stammt aus Numeri 25 von Baal-Peor, dem moabitischen Götzen, dem Israel verfiel. Spätere christliche Theologie personifizierte ihn zum Dämon, der die Menschen in Faulheit und Erkenntnisstillstand stürzt. Im 16. Jh. schrieb Machiavelli die Satire 'Belfagor Arcidiavolo' — er wurde wiederkehrender Stoff der satirischen Literatur.

Merkmale

  • Trübseliger bärtiger Greis, oder obszöne Gestalt auf einer Latrine
  • Schwarze Kapuze und Lumpen
  • Zauberstaub, der das Entdecken hemmt
  • Lange Nägel und träge Haltung

Verwendung

Sinnbild von Trägheit, Aufschub und Erkenntnisstillstand. Theologisch verbunden mit der Sünde, gottgegebene Talente durch Faulheit zu vergraben (Talente-Gleichnis). In der Satire der Renaissance und des Barock häufig als von Ehe und Gesellschaft enttäuschte Figur.

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