
Leviathan
Leviathan · Riesiges Meeresungeheuer — Fürst des Neides
Das gewaltige Meeresungeheuer des Alten Testaments, in christlicher Tradition zum Fürsten des Neides ausgebaut. Hiob 41 beschreibt ihn als unbezwingbares Meerestier, das nur Gott bändigen kann — Schuppen härter als Schilde, Feuer aus dem Maul, Rauch aus den Nüstern. Unter den Sieben Todsünden Fürst des Neides.
Herkunft
Geht zurück auf den altkanaanitischen Chaos-Meeresdrachen Lotan. Erscheint in Hiob, Jesaja und den Psalmen als unbezähmbares Ungeheuer, das Gottes Schöpfungsmacht beweist. In späterer jüdischer Mystik mit dem Landungeheuer Behemoth gepaart; ein apokalyptischer Mythos lässt beide im messianischen Zeitalter kämpfen und Speise der Gerechten werden.
Merkmale
- Riesige Seeschlange oder krokodilbeschuppte Bestie
- Feuer aus dem Maul, Rauch aus den Nüstern
- Schuppen härter als Schilde
- Wo er vorüberzieht, kocht das Meer
Verwendung
Als Metapher für unkontrollierbare Naturmacht und Neid angerufen. Thomas Hobbes' staatsphilosophisches Werk Leviathan (1651) verwendet ihn als Metapher des absoluten Staates und prägte die politische Ideengeschichte. In der Eschatologie das fleischgewordene Riesenübel.
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