
Luzifer
Luzifer · Lichtträger — Gefallener Erzengel, Fürst der Hoffart
Der berühmteste gefallene Engel der christlichen Tradition. Sein Name ist Latein für 'Lichtträger' (Lux-fer). Einst der herrlichste Erzengel Gottes, wurde er durch Hoffart (superbia) — sich Gott gleichzusetzen — vom Himmel gestürzt und König der Hölle. Dantes Inferno zeigt ihn in der tiefsten Höllengrube im Eis, dreigesichtig, ewig die schwersten Sünder zermalmend.
Herkunft
Jesaja 14's Spottlied auf einen babylonischen König — 'wie bist du vom Himmel gefallen, Glanzstern, Sohn der Morgenröte (Helel ben Schahar)' — wurde vom späteren Christentum als Mythos vom Fall Satans neu gedeutet. Miltons Paradise Lost machte ihn zur tragischsten und grandiosesten Gestalt — Sinnbild von freiem Willen und Hoffart.
Merkmale
- Reste des einst schönsten Erzengels
- Fledermausflügel oder gewaltige dunkle Federn
- Stern auf der Stirn — Spur des Morgensterns
- Bei Dante: dreigesichtiger sechsflügeliger Riese
Verwendung
In Literatur und Kunst Sinnbild von Hoffart, Auflehnung, freiem Willen und Aufklärung. Theologisch Fürst der Hoffart unter den Sieben Todsünden. Seit Renaissance und Romantik als tragisch-edler Rebell neu gedeutet — Vorbild des modernen Fantasy-Antihelden.
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