
Beelzebub
Beelzebub · Herr der Fliegen — Fürst der Völlerei
Großdämon der jüdisch-christlichen Tradition. Der Name kommt vom Hebräischen 'Herr der Fliegen' (Baal-Zebub). Ursprünglich Baal-Zebul ('edler Herr'), verehrt im philistäischen Ekron, von den Juden spöttisch in 'Herr der Fliegen' (zebub = Fliege) umbenannt. Im Neuen Testament wird er von Christus selbst als 'Oberster der Dämonen' bezeichnet. Fürst der Völlerei unter den Sieben Todsünden.
Herkunft
In 2 Könige 1 fällt König Ahasja krank und befragt ihn als Orakel — von Elija dafür gescholten. In Matthäus 12,24 lästern die Pharisäer Christus mit 'durch Beelzebub treibt er Dämonen aus'. In Miltons Paradise Lost ist er zweitgrößter Gefallener nach Luzifer.
Merkmale
- Riesenfliege oder von Fliegenschwärmen umgebener Riese
- Gestank von Fäulnis und verdorbener Speise folgt ihm
- Gekrönte thronende Gestalt
- Berührung, die Krankheit und Pest verbreitet
Verwendung
Sinnbild von Völlerei, Verfall und Pestilenz. In Exorzismen der Dämon, der bei Essstörungen und Suchtverhalten ausgetrieben wird. Goldings Lord of the Flies trägt seinen Namen — Verrottung entfesselter Menschlichkeit.