Muskete
Lunten- und Steinschlossgewehr — Vorderlader-Infanteriewaffe
Die Muskete war eine von Infanterie im späten 16. bis frühen 19. Jahrhundert weit verbreitete Vorderlader-Schusswaffe. Sie verschoss Bleikugeln mit Schwarzpulver und veränderte die Kriegsführung grundlegend. Im Vergleich zu Hieb- und Stichwaffen bot sie größere Reichweite und Durchschlagskraft.
Ursprung
Die Muskete entstand in Europa und verbreitete sich weltweit, auch nach Ostasien. In Korea wurde sie nach dem Imjin-Krieg über Japan und China eingeführt.
Merkmale
- Langer, schwerer Lauf
- Zündmechanismen: Lunte, Radschloss, Steinschloss
- Einzelschuss-Vorderlader
- Verwendet Bleikugeln mit hoher Durchschlagskraft
Verwendung
Hauptsächlich von Infanterie für Salvenschießen auf Entfernung; schwächt feindliche Formationen vor dem Nahkampf.
Schwäche
Langsames Nachladen und störanfällig bei Nässe; wenig effektiv im Nahkampf.

